| 08. Juni 2010
Der Surheimer Hermann Gaßner und seine Beifahrerin Karin Thannhäuser aus Ufering haben bei der Castrol Judenburg Pölstal Rallye (Österreich) die Führung im diesjährigen Mitropa Rally Cup erfolgreich verteidigt. Nach vier von acht Veranstaltungen konnten sich die Mitsubishi Piloten vom Kathrein Renn- und Rallye Team erneut gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen und bleiben weiterhin an der Tabellenspitze.
515 Kilometer und 13 Wertungsprüfungen (WP) mit fast 150 km mussten von den 89 gestarteten Teams bewältigt werden. Die erste Etappe war mit fünf WP’s angesetzt und bei strahlendem Sonnenschein lief es für Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser anfangs auch ganz nach Plan. „Es geht uns hier in erster Linie um Punkte für den Mitropa Cup“ erklärte Gaßner die Marschrichtung. Diese wären im 18 km langen Rundkurs „St. Georgen“ beinahe zerplatzt wie die berühmte Seifenblase. Bei einem 90° Rechtsabzweig berührte das Heck des Mitsubishi eine Abgrenzung aus Beton so unglücklich, dass dabei das linke Hinterrad abknickte. Auf drei Rädern rollte das Kathrein Renn- und Rallye Team aus der Prüfung bis in den 17 km entfernten Servicepark. Dort vollbrachte die Service-Mannschaft von Gassner Motorsport eine wahre Glanzleistung und reparierte das Auto in den vorgegebenen 20 Minuten. Im Anschluss kam das Finale der ersten Etappe: Die Rallyeboliden fegten vor vielen tausend Zuschauern durch die abgesperrte Innenstadt von Judenburg. Hermann Gaßner fehlte hier gerade mal eine einzige Sekunde auf die Bestzeit!
Am nächsten Tag zeigte sich das Wetter mit einem strahlendblauen, wolkenlosen Himmel von seiner besten Seite. Die verblieben 72 Teams hatten jetzt noch acht Wertungsprüfungen vor sich. Das Auto von Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser lief problemlos und so stürmte das Kathrein Renn- und Rallye Team Platz um Platz nach vorn. Auf dem Rundkurs „Pöls“ – 12 km lang und zwischendurch mit schönen Schotterpassagen - gelang sogar eine Gesamtbestzeit. „Das spornt natürlich an, aber im zweiten Durchgang wurde der erneute Versuch nach der schnellsten Zeit durch die Unfähigkeit des Starters vereitelt“ ärgerte sich der Kathrein-Pilot. „Der lies kurz vor uns ein front angetriebenes Fahrzeug reinstarten und wir mussten zwei Runden lang im Staub hinterher fahren“.
Letztendlich gab es dennoch ein versöhnliches und gutes Endergebnis für Hermann Gaßner und seine Beifahrerin. Rang zwei in der Mitropa Rally Cup Wertung und die erfolgreiche Verteidigung der Tabellenführung. Nun gibt es erst einmal eine kleine Verschnaufpause, denn die nächste Entscheidung – mit der Rallye Baden Württemberg dann auf deutschem Boden – findet erst am 23. und 24. Juli statt.


